Pfingsten
2012

27 - 28 Mai

 

 

Pfingsten 2010
12. INTERNATIONALER KERAMIKMARKT SWALMEN

 

Mark Tahbo


Spezieller Gast ist Mark Tahbo, traditioneller Hopi Töpfer aus First Mesa, einer Pueblo Gemeinschaft im Nordosten Arizonas, Vereinigte Staaten.
Mark wird an beiden Tagen den traditionellen Sikyatki Stil dem Publikum vorführen.

 

Foto: Lynnette Tritel

Mark ist Mitglied des Tobacco Clans, dessen Wurzeln im Südwesten Amerikas liegen. Tahbo‘s Töpferstil gehört zum sogenannten wiederbelebten Sikyatki Stil, benannt nach dem „Dorf mit dem Gelben Haus“, das für seine feinen Irdenwaren mit welligen gelben, orangen und roten Farben, die an einen Sonnenuntergang in der Wüste erinnern, bekannt ist.

Die Arbeit der Töpfer kennzeichnet sich durch den Gebrauch von abstrahierten Formen, u.a. Tieren, Vögeln und Schmetterlingen, die als Muster mit dem traditionellen Yuccapinsel aufgetragen werden. Als Farbe wird Saft aus wilden Spinatsamen, Spinnenpflanzen oder Senf benutzt. Mit dem regionalen Ton kreiert Tahbo handgefertigte polierte Töpfe und Schalen die, nach alter Tradition, im Schmauchbrand gebrannt werden.

"Ich wohne in der Nähe von Sikyatki, das alte Dorf in dem im Winter die Klapperschlangen ihren Winterschlaf halten“, erzählt uns Tahbo, „da entstehen meine Ideen für meine Töpfe. Die Höhlenzeichnungen, die man auf den Berg Mesa beobachten kann, haben mich in meinen jungen Jahren inspiriert.“

Viele Kenntnisse für die Herstellung traditioneller Töpfe wurden ihm von seiner Urgroßmutter (ca.1874­-1980) weitergegeben. „Sie hat oft meine Hände gehalten und rieb ihre Kreativität in meine Hände. Nachdem Urgroßmutter Grace in eine andere Welt ging, fing ich an, andere Wege einzuschlagen“, erinnert sich Tahbo. „Danach wurden meine Entwürfe durch die Jahreszeiten inspiriert. Während der Ernte mahlte ich Mais, Melonen und Kürbisse. Ich beobachtete Vögel- und Fledermausschwärme auf ihren Wanderungen. Ich entdeckte auch eine neue Kleckstechnik. Einer meiner Freunde meinte, dass diese Technik den abstrakten Bildern des Malers Jackson Pollock sehr ähnlich ist. Weil das im Tal gelegene Dorf Polacca heisst, nannte mein Freund mich 'Jackson Polacca‘. Ich denke, die alten Sikyatki Töpfer waren eigentlich moderne Künstler.“

Seine jahrelangen Anstrengungen haben sich gelohnt: ein fester Sammlerkreis und viele Auszeichnungen, wie z.B. der Charles-Loloma-Gedenkorden und der Helen-Naha-Gedenkorden als Auszeichnung in der traditionellen Hopi Keramik. Drei Jahre hintereinander ist er geehrt worden als bester traditioneller Hopi Töpfer, eine außerordentliche Leistung.